von PFI - Plattform für Innovation | 05. Dezember 2019

TRIZ - die Theorie des erfinderischen Problemlösens

Der Werkzeugkasten für mehr Kreativität bei der Lösungsfindung

 

Produkte bei zeitlich immer kürzeren Entwicklungsabständen mit neuen, zusätzlichen Funktionen auszustatten und gleichzeitig noch Kosten zu senken – vor dieser Herausforderung stehen viele, wenn nicht die meisten Unternehmen. Kreativität und die Suche nach technischen Lösungen – auch außerhalb der eigenen Branche – sind dabei stark gefragt!

 

Was ist TRIZ?

Der Ursprung der TRIZ liegt mehr als 50 Jahre zurück. Der russische Wissenschaftler Genrich S. Altshuller (1926–1998) hatte die Vision die Gedanken und Erfahrungen von ErfinderInnen in ein "brennendes Feuer der Erkenntnis" überzuführen und begann Denkmuster von ErfinderInnen methodisch zu analysieren. Durch die Analyse von unzähligen Patenten entstand TRIZ.

Die vier Kernaussagen sind folgende:

  • Die Entwicklung technischer Systeme folgt beschreibbaren Mustern.
  • Der großen Anzahl von Erfindungen liegt eine vergleichsweise kleine Anzahl von wiederkehrenden Lösungsprinzipien zugrunde.
  • Das Erkennen und Lösen von technischen und physikalischen Widersprüchen ist die erfinderische Herausforderung.
  • Durch Analyse und Abstraktion der Problemstellung können Lösungen aus anderen Branchen gefunden werden.

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Im Laufe einiger Jahrzehnte entstanden daraus Innovationswerkzeuge wie "die 40 innovativen Prinzipien", das Konzept der "technischen und physikalischen Widersprüche", die "Entwicklungstrends technischer Systeme" und etliche mehr.

 

Wie kann TRIZ angewendet werden?

TRIZ in Kreativitätsworkshops anzuwenden, wird oftmals als komplex und kompliziert empfunden. Dabei können die "40 innovativen Prinzipien" einfach und ohne Methodenkenntnisse zur Steigerung des Kreativitätspotentials bei der Lösung von technischen Herausforderungen Anwendung finden. Bestehende Denkbarrieren können überwunden und durch Analogien neue Lösungen gefunden werden.

Eine gute Unterstützung bildet die TRIZ-App. Darin finden Sie alle "40 innovativen Prinzipien" mit Beschreibungen und Beispielen. Die folgende Abbildung zeigt einen kurzen Einblick in die TRIZ-App.

 

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Neben diesen angeführten Werkzeugen bietet TRIZ eine stattliche Anzahl weiterer Analyse- und Ideenfindungswerkzeuge sowohl für das Lösen konkreter Probleme als auch zur strategischen Weiterentwicklung von Produkten.

 

Wer nutzt TRIZ?

TRIZ erfuhr in den letzten Jahren eine immer größere Akzeptanz und Verbreitung, vor allem bei großen internationalen Industriekonzernen wie Samsung, Intel, General Electric, Hyundai, Procter & Gamble oder Siemens.

Die Gruppe der TRIZ-Begeisterten in Europa wächst ständig, dennoch ist TRIZ den meisten Unternehmen im deutschsprachigen Raum kaum bekannt. Das Beratungsunternehmen Jantschgi C&R hat sich daher zur Aufgabe gesetzt, das Potential von TRIZ Unternehmen sowie Aus- und Weiterbildungseinrichtungen näher zu bringen und deren praktische Anwendung zu fördern. Seit 2008 werden neben ein- bis zweitägigen Einstiegsschulungen auch Zertifikatsschulungen mit internationalen ExpertInnen angeboten. Alle aktuellen TRIZ-Veranstaltungen finden Sie hier.

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